Die Poeler Pastoren von damals bis heute

Gottschalk von Dassow, 1270-1279

Heinrich von Dassow, 1308-1309

Konrad von Wamckow, 1314-1324

Gerd Wlome, 1349

Johann Weitendorf, 1456

Johann Brunow, 1535

Franz Werkmeister, bis 1553

Lorenz Wüsthoff, 1553-1590
Stammte aus Braunschweig, 1551 Pastor in Damshagen.

Stephan Köhne, 1591-1597
Köhne war Sohn des Diakon Köhne an St. Nicolai in Wismar. Vociert und gewählt nach den Pfarrnachrichten am 06.01.1591 wurde er jedoch erst am 05.09.1594 eingesetzt.. Grund der Verzögerung war der damalige Streit um das Kirchenlehn. Am 29.04.1597 wurde er Pastor am Heilig Geist Wismar, 1600 dann Diakon an St. Nicolai zu Wismar.

Matthäus Randow, 1597-1631
Randow stammte aus Rostock, imm. 1589 und war vermutlich ein Sohn des Achidiakons an St. Marien zu Rostock Lucas Randow. Er unterschrieb die Conc. Form. am 15.10.1597. Nachdem ihm sein Sohn 1627 adjungiert wurde, stirbt Randow am 29.09.1631 nach fast 34-jähriger Amtszeit.

Johannes Randow, 1631-1647
Geboren um 1600 auf Poel studiert Randow ab Ostern 1613 in Rostock und wird 1627 Adjunkt seines Vaters Matthäus. Ab 1631 war Randow Pastor der Insel.

Lorenz Eichholz, 1647-1675
Über Eichholz ist wenig bekannt. Aus Flensburg stammend, wird Eichholz im März 1647 nach Poel berufen und dort am 11.07. des gleichen Jahres eingeführt. In Eichholz´ Amtszeit fällt die Verlegung der Pfarre von der Kirche weg an ihren heutigen Platz. Eichholz ist 28 Jahre Pastor auf der Insel.

Dr. Martin Cassius, 1675-1708
Cassius wurde vermutlich um 1630/1640 in nordschleswigschen, heute zu Dänemark gehörigen Lügumkloster geboren. Sein Vater war Johannes Cassius (* 1611 in Schleswig, † 1649 in Lügum-kloster). Zwei Brüder waren vermutlich: Andreas, * 1638 in Lügumkloster, studierte u.a. in Rostock und Christian, (* 1640 in Lügumkloster, † Viborg, Dänemark 1699; war Prof. in Lund, Prinzenerzieher in Kopenhagen und Landrichter in Viborg). Großvater Andreas Cassius (Caßke), * 02.12. 1563 stammte aus dem pommerschen Pollnow. Er war Advokat und Kanzleisekretär des Gottorfer Herzogs in Schleswig. Dessen Vater war Carsten (Christian) Caßke aus Pollnow. Über seine Großmutter väterlicherseits war Martin Cassius auch verwandt mit alten Husumer Geschlechtern sowie Nachkomme des Flensburger Bürgermeisters Jacob Jeppe Petersen Fincke . Am 24.12.1675 wird Martin Cassius Pastor auf Poel. Vorher diente er als dänischer Feldprediger im Leibregiment zu Pferde. In Cassius´ Amtszeit fallen zwei Inquisitionsfälle. Am 29.10.1692 werden der aus Doberan stammende Hans Stolte und im Februar 1699 die Poelerin Lucie Bernitt als Zauberer bzw. Hexe verbrannt. Aus der Ehe mit der Tochter des aus Zickhusen stammenden Heinrich Prissel sind vier Kinder bekannt .Martin Cassius starb am 02.02.1708 auf Poel und wurde vermutlich in der Poeler Kirche beigesetzt.

Johann Mühler, 1709
Mühler kam 1709 auf die Poeler Pfarre, nachdem die Gemeinde den am 21.02.1709 präsentierten Pastor Höfisch aus Hornstorf abgelehnt hatte, da dieser schon verheiratet war. Unter der Bedingung einen Adjunkt (Holweck) zur Seite gestellt zu bekommen, mit dem er künftig Arbeit und alle Hebungen zu teilen hatte, wurde Mühler am 21.05.1709 im Alter von 68 Jahren eingeführt. Dies geschah, nachdem sein Adjunkt bereits auf Poel eingetroffen und eingeführt war, da er sich von seinem Ridderhelmischen Regiment zu Wismar, in dem er vorher als Feldprediger diente, nicht trennen wollte. „Hat aber alsbald ungeziemende Conversation mit einer Frauen daselbst, so ihren Ehemann hatte, leider gesuchet, und da einige darüber zugekommen, wie er mit derselben im Backhause sein Spiel hatte, so ist er darüber so unruhig worden, dass er von selbst davon und zu Fuß nach Lübeck gehen wollen. Seine Frau hat ihn zu Grevesmühlen eingeholt und wieder zurückgebracht, welches denn soviel Redens überall verursachet, dass das Königl. Consistorium in vorladen müssen. Die Citation hat er selbst angenommen, anstatt der Comparition aber fugsam arripieret, sodaß der junge Pastor die Pfarre allein behalten“.
Ein Sohn Mühlers war Johann Philipp, Pastor zu Eixen in Pommern.

Johann Jakob Holweck, 1709-1712
Getauft wird Holweck zu Wismar, St. Nicolai am 30.01.1686 als Sohn des Rechen- und Schreibmeisters Martin Holweck und Enkel des Hans Hollwegk, welcher als “Buchbinder von Jena” 1633 Bürger von Wismar wurde. Eingesetzt am 17.03.1709 – zunächst als Adjunkt, d.h. als Gehilfe seines Vorgängers Johann Mühler - kommt Holweck noch vor diesem nach Poel. Verheiratet war Holweck mit Sophie Elisabeth Cassius, der einzigen Tochter seines Vor-Vorgängers Martin Cassius. Holweck stirbt vor dem 29.01.1714 auf Poel.
Am 28.03.1709 beginnt Holweck das älteste erhaltene Kirchenbuch.
Einführungstext im Kirchenbuch:

ON NOMINE S. S. INDIVIDUÆ TRINITATIS AMEN

Anno 1709, den 24. Marty auf Palmarum habe ich, Joh. Jacob Hollweck auf vorhergehende ordentl. Vocation, Ordination und Introduction durch den H. Superintendenten Henning Johann Gerdes SS Theolog. Doct: und den Constisttory zu Wismar Profidem bey hiesiger Kirche auf dem Lande Pöhl unter dem Seegen Gottes mein H. Pred. Dienst angetreten; und da ich Reine ordentl. Nachricht davon, so getauft, copulirt und verstorben sind für mich gefunden, ist gegenwärtiges Buch von mir verfertigt worden, welches bey der hiesigen dörflichen Kirche verbleiben und deren Nachfragenden zur gebührlichen Unterricht dienen soll.

Andreas Mende, 1713-1723
Der Sohn des Wismarer Bürgers Israel Mende wird um das Jahr 1679 vermutlich in Wismar geboren. Berufen wird Mende am 19.07.1713, eingesetzt am 13.08. desselben Jahres. Am 31.01.1714 heiratet Mende die Witwe seines Vorgängers und Tochter seines Vor-vorgängers Sophie Elisabeth Cassius. Der Ehe entstammt ein einziges Kind (Israel Mende, * 14.11.1714.) Andreas Mende stirbt nach 10-jähriger Amtszeit vor 1724 vermutlich auf Poel.
Einführungstext im Kirchenbuch:

Anno 1713 den 19. July bin ich Andreas Mende aus Wismar im Nahmen Ihro königl: Maj: von Schweden Caroli XII meines allergnädigsten Königs und Herrn, von denen hohen Herren Patrony, als d. hochgebohrnen Herrn Baron und Generali=Majoriy M. Schulthen, dem hochgebohrnen Herrn Vice=Presidenten des hohen königl: Tribunals aus Wismar Teslage, d. hochehrwürdigen und hochgelahrten Herrn Superint: Henri Joh: Gerdes, S.S. Theol: Doct: als welchen er Ihro königl: Majestät von Schweden das Jus Patronatiy bey hiesiger Kirchen zu exerziren allergnädigst conferiret worden, zum Pastor: hieselbst auf Poel berufen worden, und folgendes Mohnahts pro darauf den XX Aug: in Wismar ordiniert, amb 13ten aber mals am 9: p. Trinit: vom obbenandten Herrn Superint: dieser Kirchen u. Gemeine öfentlich hieselbst angewiesen worden, und habe ich im Nofem (?) am 26.meine Antzugs=Predigt Dom.X.p Trinit: Gottlob aus Vergnügung der gantzen Gemeine abgeleget, der grosse Gott gebe seinen Seegen in S. gepflantzten Weinberg umb Jesu Christi willen. Amen.

Joachim Rohn, 1724-1732
Rohn wird am 13.11.1681 in Wismar zu St. Nicolai getauft. Die Herkunft seiner Familie ist unbekannt. Vor seiner Poeler Zeit war Rohn Pestprediger in Anklam (1703) und ab 1713 Feldprediger im Dragoner-Regiment v. Bassewitz; später im schwedischen Dragoner-Regiment v. Düring. In sein Amt wird Rohn am 17.09.1724 eingeführt und bleibt Pastor der Insel bis zu seinem Tod am 08.11.1732. Rohn war verheiratet mit Anna Elisabeth Vette, Witwe von Pastor Pilgrimm an St. Nicolai in Wismar. Aus erster Ehe hatte sie mindestens vier Kinder; die Ehe mit Rohn blieb offenbar kinderlos.
Einführungstext im Kirchenbuch:

IN NOMINE S. S. INDIVIDUAE TRINITATIS AMEN.
                                    
Anno 1724 den 17 September war der 15. Dom. post Trinit. Bin ich Mag. Joachima Rohn Wismarum auf vorhergehender Ordentlicher und Rechtmäßiger Vocation Von Ihre Königl. Majest. Zu Schweden Meines Allergnädigsten Königs und Herren FRIEDRICH Durch den HE Superintendend: Henning: Johan: Gerdes S. S. Theol. Doct. und des Christ. Consistorii Zu Wismar Prahdem (?) Bey hiesiger Kirche und Gemeine auf dem Eylande Pöhl unter dem Seegen und Anrufung Gottes Introduciret und Angewiesen worden. Da vorhero schon Ihre Königl. Majest. CARL der XII nicht allein alß Pest=Prediger der Stadt Anclam 1710 in Pomern sondern auch von 1713 alß Regiments=Prediger und war unter des Ehb. Obristen Von Bassewitzen Dragonner Regiment nachgehends in Schweden unter das Prütsche ? Dragonner Regiment unter Commando des Ehb. Baron Von Dürings gedienet und von dem Ehb. General=Superint. Johann Friedrich Mayer Zu Greihfswald examiniret & ordiniret bin worden Weswegen dan solche Nachricht derer, so wol getauften alß auch Copulirten und Gestorbenen Von mir ist fortgesetzt worden. Gott allein sei Ehre und Lob. Der Organist war der Da zumahl Jürgen Hinrich Stange Die Vorsteher Asmus Evers ober Schultz vordem ...(?) scher aus Wangern ist gestorben 1725 d. 21 May Joachim Lembcke aus Malchow ist gestorben Ano 1725 d. 22. Juni beerdigt.  David Fehrmann aus Timmendorff. An deren Stelle erwählt worden Peter Rust aus Weitendorf sind öffentlich auf Befehl des Ehb. Superint. eingeführt worden und introducirt worde….. (???) … Jacob Roahl aus dem Kirchdorff.

Johann Christoph Sponholtz, 1733-1737
Sponholtz entstammte einer Neubrandenburger Familie, die eine Reihe von Predigern und (Gold) Schmieden hervorbrachte. Seine Eltern waren der Neubrandenburger Grobschmied-Ältermann, Ratsherr und Kämmerer Jürgen Sponholtz, seine Mutter Maria Pälcken, Tochter des vormaligen Bürgermeisters Pälcken zu Neubrandenburg. Er wird am 12.01.1704 in Neubrandenburg getauft. Sponholtz hatte zwei ältere Brüder von denen einer, Jürgen Hermann, später Prediger zu Neuen-kirchen wurde. Sponholtz studierte in Rostock, wurde später Pastor zu Divitz in Pommern und Kabinettsprediger bei dem Präsidenten Graf v. Lilienstedt und am 11.10.1733 Pastor der Insel. Er stirbt dort nach nur gut dreijähriger Amtszeit am 17.02.1737 und wird in der Poeler Kirche beerdigt. Sponholtz war zweimal verheiratet: Die erste Ehe mit Anna Catharina Brandt blieb kinderlos. Aus der zweiten Ehe mit der aus Kalkhorst stammenden Pastorentochter Anna Catharina Fleege stammt sein einziges Kind Johann Christoph. Dieser Sohn studierte ebenfalls in Rostock und wurde später Rektor zu Grimmen in Pommern. Dessen Sohn, August Jacob Friedrich wurde später Prediger zu Breesen bei Penzlin. Er heiratete 1791 Catharina Dorothea Friedrich, die älteste Schwester des Malers Caspar David Friedrich.
Einführungstext im Kirchenbuch:

IN NOMINE S. S. TRINITATIS AMEN.

Anno 1733 d. 11t october, war der XIX Dom. post Trinitatis bin ich Johann Christoph Sponholt, Megapolitanus & quidem Neobrandenburgensis auf Vorhergehende prosentation, und darauf erhaltene vocation von Ihro Hochgräflichen Excellence, den General gouverneure von Pommern, Meyerfeldten, und Ihro Excellence den HEn Prohidenten des Königl. Tribunals Grafe von Pudbus, und den HEn Seniore von Wismar Mag: Staalskopf, bey der hiesigen Pöhlischen Kirche unter Berufung des Allerhöchsten introduciret und angewiesen. Nachdem ich Vorhero Dom. XVI post Trinitatis meine Abschieds=Predigt Zu Divitz unter den Augen Gottes gehalten. Als zu welchem Amte mich der vereh. General Superintendent in Greihfswald von Kockeritz, ? auf vorhergehendes Examen von den gantzen Ministerio, ordiniret, und habe ich solches Amt als Cabinets Prediger bey Ihro hochgräfl. Excellence Prohidenten Johann von Lilienstedt unter Gottes Gnade anderthalb Jahr verwaltet. Der Eh ? (Herr) stehe mir ferner bey mit seiner Gnade, und gebe, daß nicht allein ich selbsten, sondern auch alle die mich hören mögen das Ende ihres Glaubens, wahrlich der Seelen Seligkeit davon tragen. Ihm sey die Ehre und das Lob in Ewigkeit. Amen.

Johann Engelbert Schliemann, 1737-1763
Johann Engelbert war ein Sohn des Wismarer Kaufmanns Christoph Johann Schliemann und der Magdalene Dorothea Niemann. Getauft wurde Schliemann am 30.09.1707 in Wismar zu St. Marien. Ab Sommer 1728 studierte Schliemann Theologie in Rostock, wurde am 17.11.1737 als Pastor auf Poel eingesetzt und hielt am 24.11. seine Antrittspredigt. Im Oktober 1738 heiratete Schliemann Catharine Dorothea Fabarius, die Tochter des fürstlichen Justitiars und Bibliothekars und späteren Bürgermeisters zu Bergen auf Rügen Dr. Johann David Fabarius und der Maria Catharina Delius. Der Ehe entsprossen elf Kinder, wovon das erste noch auf Rügen geboren wurde. Nach 22-jähriger Amtszeit starb Schliemann im Alter von 56 Jahren am 18.02.1763 auf Poel.
Ende 1750 verfasste Schliemann: ,,Die Pöhlsche Hochzeit d.i. Vertrauungs-Rede, bey einer Wendorf-Pöhlschen Hochzeit den 3. Okt.1750 gehalten und aus dringenden Ursachen dem Druck übergeben“  In der Vorrede dieser Schrift äußert er, dass diese Traupredigt in der er ,,mit geziemenden Ernst die Mißbräuche und Unordnungen, welche auf den Pöhlschen Hochzeiten vorzugehen pflegen“ von einem Teil seiner Zuhörer nicht nur ,,übel aufgenommen und öffentlich geschmähet“, sondern er selbst auch ,,auf der Straße gescholten, bedrohet und mit mancherlei Beschimpfungen beleget worden, sodaß er sich zu seiner Rechtfertigung genötigt gesehen habe, die Predigt so, wie er sie gehalten hat, jedermann öffentlich vor Augen zu legen, zumal da verschiedenen Leute auf die gedanken verfallen wären, es sei darin das zu vertrauende Paar mit harten und beißigen Worten von ihm angegriffen worden“. 
Johann Engelbert Schliemann war der Urgroßvater des Archäologen und Troja-Entdeckers Heinrich Schliemann.
Einführungstext im KB:

IN NOMINE S. Sancte et Induvidue Trinitatio Patris Filiu et Spiritus Sti. Amen
     
Anno Christi MDCCXXXVII d. 23. post Trinit. war der Sonntag vor dem ersten Advent habe ich Joh: Engelb: Schliemann durch Gottes Gnade meine Antritts=Predigt gehalten nach dem ich durch den Herrn General - Gouverneur Grafen in Meyerfeld…. ? den Herrn Praesidente des Königl. hl. ? Tribunals zu Wismar Grafen von Pudbus und durch den Herrn Seniorem eines ve…? ministerii zu Wismar M. Staalkopff war vociret, an besagtem Ort examinirt und ordinirt und d. 22 p. Trinit: durch den Hl. Seniorim in die Gremien auf pöel introniret worden. Der Gott aller Gnaden verleihe mir durch seinen Sohn unserem theuersten Heiland in der Kraft des heil. Geistes, daß ich weißlich pflantze und begieße. Er selbst aber wolle das Gedeien geben und sich seine Gemeine hiesigen Ortes erhalten bis an der Welt Ende. Da mihi nosse te, nosse me, nosse mundum vincere diabolum, et transive in regnum colorum.

Wilhelm Christoph Zastrow, 1763-1796
Zastrows Eltern waren der um 1700 in Wollin geborene und spätere Neuklosteraner Pastor Wilhelm Zastrow und Ilsabe Dorothea Schwasmann, Tochter des Walkendorfer Pastors Caspar Daniel Schwasmann. Getauft wird Zastrow als jüngstes von vier Kindern am 27.12.1736 in Bützow. Er wird 1763 Pastor auf Poel. Am 27.06.1764 heiratet er Christine Margarete Block aus Carlow. Das Paar bekommt fünf Kinder. Ein Bruder Zastrows war der Güstrower Kunstdrechsler Adam Zastrow. Dessen Urenkel war Dr. Hermann Friedrich Theodor Zastrow, Senator und Bürgermeister von Rostock 1863-1880. 
Wilhelm Christoph Zastrow verfasste u. a. 1788 ,,Einige Nachrichten von der Insel Poel bey Wismar“.

Dietrich Christian Susemihl, 1797-1842
Susemihl entstammte einem alten Mecklenburger Pastorengeschlecht, welches sich bis in das frühe 16. Jhdt. zurückverfolgen lässt. Diesem Geschlecht entsprossen in 300 Jahren mehr als 25 Pastoren. Dietrich Christian selbst wurde am 30.07.1765 im mecklenburgischen Dorf Bössow als jüngstes von neun Kindern geboren. Susemihls Vater Johann Bernhard und sein Großvater Georg Friedrich waren bereits Pastoren in Bössow. Susemihls Mutter war die in Groß Salitz bei Gadebusch geborene Elisabeth Dorothea Prävecke, Tochter von Carl Joachim Prävecke, welcher seinerseits auch schon (in zweiter Ehe?) mit einer Susemihl verheiratet war.
Dietrich Christian wurde – wie zwei seiner Brüder auch – Pastor und trat sein Amt auf Poel am 12.07.1797 an. Dies blieb er bis zu seinem Tode am 09.10.1842. Susemihls Ehefrau war die 1767 auf Poel geborene Anna Sophia Catharina Zastrow, Tochter des vormaligen Pastors und Vorgängers Susemihls Wilhelm Christoph Zastrow. Der am 27.07.1797 geschlossenen Ehe entsprossen vier Söhne und eine Tochter. Sohn Ludwig wanderte 1853 in die Vereinigten Staaten aus. Mit 46 Jahren war Susemihls Amtszeit die bisher längste unter den Poeler Pastoren.

J. Rust, 1842-1843 (Vakanz)
Hilfsprediger, stammte aus Wismar

Ernst Heinrich Friedrich Theodor Hempel, 1843-1880
Hempel wird am 17.03.1808 in Gnoien als Sohn des Ratsherren Daniel Jakob Ludwig Hempel und der Marie Elisabeth Henriette Fritsch geboren. Seine Mutter war die Tochter des Bürgermeisters zu Plau Johann Ludwig Fritsch. Sein Großvater Christian Friedrich Wilhelm Hempel war Pastor zu Groß Methling. Im Jahr 1835 wurde Hempel Rektor in Ribnitz und am 11.06.1843 Pastor zu Poel. Dies blieb er bis zu seinem Tode am 10.07.1880. Hempel heiratete am 02.10.1835 Ernestine Caroline Catharina Henriette Sülstorff, eine entfernte Verwandte seines Vorgängers Dietrich Christian Susemihl und Cousine des Greifswalder Philologie-Professors Franz Friedrich Carl Ernst Susemihl. Pastor Hempels Grab befindet sich auf dem alten Kirchdorfer Friedhof, rechts neben der Trauerhalle.

Unterschrift Hempel

Traugott Albert Georg Witte, 1881-1902
Geboren wurde Witte am 09. März. 1834 in dem brandenburgischen Dorf Zaatzke als viertes von 12 Kindern des aus Warschau stammenden Pastors Georg Reinhold Witte und der Henriette Sophie Caroline Guerike. Der Vater Wittes war hier bereits seit sieben Jahren Pastor und wurde später Pastor zu Briest und Fredersdorf (1839) und Angermünde (1848). Wittes Vater starb am 22.03.1883 achzigjährig in Wismar.
Wittes Großvater, der wie sein Vater Georg Reinhold hieß, war königlich-preußischer Rendant (Rechnungsführer) der Kriegs- und Domänenkasse zu Warschau.
Traugott Witte war anfangs Hilfsprediger zu Berlin und Militsch (Schlesien), danach 1858 Pastor zu Meseritz (Schlesien) und 1861 Pastor zu Alt Kranz bei Breslau. Im Jahr 1862 wird Witte wegen seines Protestes gegen die romantisierende Lehre des Breslauer Ober-kirchenkollegiums von seinem Amt suspendiert und wird danach Pastor bei der Immanuelsynode zu Meseritz. 1864 ist Witte Subdiakon und Rektor zu Lieberose in Brandenburg und kommt 1865 nach Mecklenburg. Hier ist er zunächst Schuldirigent in Teterow, wird noch 1865 Rektor in Plau und 1867 Rektor in Doberan.

Pastor Theodor Hempels Grab auf dem alten Friedhof in Kirchdorf

 Am 19.12.1869 wurde Witte Pastor in Dreibergen und zuletzt am 12.06.1881 Pastor zu Kirchdorf auf Poel. Traugott Albert Witte heiratete am 02.05.1861 Elisabeth Reinsch, eine Tochter des Pastors Heinrich Reinsch aus Reichenbach in Schlesien. Seine am 11.09.1838 in Reichenbach geborene Frau überlebte ihn um 23 Jahre und starb 87-jährig am 26.02.1925 in Hannover. Ein Sohn aus dieser Ehe war der Archivrat Dr. Hans Witte. Dieser wurde 1913 neuer Direktor der Großherzoglichen Bibliothek und Altertümersammlung zu Neustrelitz. Pastor Witte starb am 14.10.1902, 14 Tage nach seiner Eremitierung, 68jährig in Wismar an einem Herzleiden und wurde am 18.10.1902 zu St Georgen beerdigt.
Zwei Brüder Wittes heirateten in die Wismarer Hofbuchhändlerfamilie Hinstorff ein.

Carl Friedrich Theodor Alfried Paepke, 1902-1933
Geboren wird Paepke am 17.9.1860 in Walkendorf als drittes Kind des dortigen Pastors Carl Friedrich Christian Georg Paepke und der Emilia Louisa Lisette Dorothea Hemleben. 1883 wird Paepke Konrektor und 1889 Rektor in Gnoien. Am 30.09.1887 heiratet Paepke in Wittenburg die aus Döbbersen stammende Hedwig Friederike Franziska Piper, Tochter des dortigen Pastors August Gottlieb Ferdinand Piper und der Luise Zander. Das Paar hatte sechs Kinder. 1891 wird Paepke Pastor zu Röckwitz und 1902 Pastor der Insel Poel. 1919 wird Paepke Propst. 1933 emeretiert stirbt Pastor Paepke nach 30jähriger Amtszeit als Poeler Pastor am 26.12. desselben Jahres in Schwerin und wird am 29.12. auf dem Friedhof an der Wismarschen Straße in Kirchdorf beigesetzt. Das Grab der Eheleute Paepke bestand bis 1997. Nach Auflösung der Grabstelle wurde Paepkes Grabstein an der südlichen Kirchenwand neu aufgestellt.

Grabstein von Hedwig und Karl Friedrich Paepke an der Kirche

Walter Lewerenz , 1933-1936
Geboren wurde Lewerenz am 22.02.1901 in Stettin. Nach seinem Abitur 1918 in Oldenburg macht er zunächst eine kaufmännische Lehre und arbeitet bis 1927 als Kaufmann u.a. in Hamburg, England und den USA. Von 1928 bis 1933 studierte Lewerenz Theologie in Bonn, Erlangen, Zürich und Rostock. Am 16.10.1932 wurde er in Rostock ordiniert, wart danach Hilfsprediger an St. Marien und wurde ein Jahr später, am 31.10.1933 Pastor auf Poel. Das Amt hatte er nur drei Jahre inne und wurde im Oktober 1936 Standortpfarrer und ab September 1937 Marine- bzw. Marineoberpfarrer in Swinemünde. Im Jahr 1941 promovierte Walter Lewerenz in Halle zum Dr. phil. Nach Kriegsende lebte und arbeitet e Lewerenz in Lübeck. 1946-1948 war er hier Pastor und später Geschäftsführer der Inneren Mission Lübeck und ab 1948-1966 Pastor und Vorsitzender des Kirchenvorstands an St. Marien. Ab 1960 war Lewerenz Vorsitzender des Diakonischen Beirats. Walter Lewerenz war weiterhin Vorsitzender des Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsorge, des Ev. Bundes und der Sterbekasse für Ostpfarrer, Leiter der Ev. Familienfürsorge, Beauftragter für die Ostasienmission und Vertreter in der ev. Rundfunk- und Fernseharbeit.

Er war darüber hinaus Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände, Mitvorsteher der Lübecker Possehl-Stiftung und Mitglied der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit und Förderer des Jugenddorfwerks. Hierbei erwarb er sich Verdienste bei der Errichtung des Jugenddorfes Lübecker Studenten. Walter Lewerenz war ein kräftiger Förderer des Wiederaufbaus der Lübecker St. Marienkirche. Nach seiner Eremitierung am 31.03.1966 war er Vorstandsmitglied des DRK, Vertreter der Bürgerschaft und Mitbegründer des ersten Rotary-Clubs in Lübeck und zeitweilig auch dessen Präsident. Walter Lewerenz war verheiratet mit Elisabeth Arndt und hatte zwei Kinder. Nach einem bewegten Leben starb Pastor Lewerenz am 29.07.1967 in Lübeck.

Walter Wilhelm Franz Karl Warncke , 1937- 1944
Warncke wird am 12.6.1909 im mecklenburgischen Drosedow als Sohn des Lehrers Wilhelm Warncke geboren. Er studiert in Erlangen, Hamburg und Rostock und wird am 15.05.1934 als Vikar mit der Verwaltung der vakanten Neustrelitzer Pfarrstelle beauftragt. Ab dem 01.01.1935 lässt er sich für ein Jahr beurlauben (Promotion; 20.6.1938 Lic. theol.) und wird am 01.02.1937 mit der Verwaltung der Pfarre in Kirchdorf beauftragt. Ab 1938 ist Warncke Pastor in Kirchdorf.
Im II. Weltkrieg wird er zur Wehrmacht eingezogen und das letzte Mal am 27.06.1944 lebend an der Ostfront gesehen. Seitdem wurde und blieb Warncke vermisst. Formal noch bis 1947 im Amt wird Pastor Warncke 1948 in den Ruhestand versetzt. Vertreten wurde Warncke in seiner Abwesenheit durch Amtsbrüder der Nachbargemeinden. Pastor Warncke war verheiratet und hatte eine Tochter und zwei Söhne.

Günter Alfred Richard Pohl, 1945
Am 12.01.1917 wurde Günter Pohl in Bromberg, Provinz Posen geboren. Seine Eltern waren der Eisenbahnbau-Ingenieur Hermann Pohl und Meta, geb. Lochmann. Pohls Vater starb schon 1918. Die Mutter zieht mit ihrem Sohn und zweiten Mann nach Berlin, wo Pohl die Schule besuchte und von 1936-1940 auch studierte. Vor seiner Ordination war Pohl als Lehrvikar und Hilfsprediger an der Erlöserkirche in Berlin-Lichtenberg tätig. Ordiniert am 17.05.1942 wird Günter Pohl im November des darauffolgenden Jahres Pfarrer an der St. Paulskirche in seiner Heimatstadt Bromberg. Im gleichen Jahr heiratet Günter Pohl Berta Mann, Tochter des Angestellten August Albert Mann und der Berta, geb. Krock. Das Paar bekam fünf Kinder. Am 23.01.1945 flieht Pohl mit seiner Frau und dem ersten Sohn Richtung Westen, verliert dadurch alles Hab und Gut und landet in Mecklenburg. Dort wird er Anfang Februar 1945 Pastor an St. Marien und für kurze Zeit noch Wehrmachtspfarrer zu Wismar. Vom 01.05. bis zum 28.11. übernimmt Pohl die Poeler Pfarre um danach wieder bis 1947 nach St. Marien zu wechseln. Ende 1947 wechselt er an die Zionskirchgemeinde in Berlin und steht der Gemeinde bis 1950 als Pfarrer vor. Von 1950 bis 1953 ist Pohl Pfarrer an der Friedrichswerderschen Kirche in Berlin und wechselt abermals im April an die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zu Berlin. Hier hat er die vierte Pfarrstelle bis zu seinem Ruhestand im September 1977 inne. Pfarrer Günter Pohl machte sich sehr um den Neubau der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche verdient und war u.a. Vorsitzender des Kuratoriums für deren Aufbau. Nach einem arbeitsreichen Leben verstarb Pohl am 19.10.1986 in Berlin.

Helmut Buck, 1945-1947
Geboren wurde Buck am 19.05.1909 im brandenburgischen Jüterbog. Ordiniert wurde er 1939, im Jahr 1945 wird er mit der Verwaltung der Pfarre in Kirchdorf beauftragt. Zwei Jahre später, im Jahr 1947, wird er beauftragt mit der Verwaltung der Pfarre Tripkau in Niedersachsen. Im Jahr 1955 wird Buck Pastor in Achim bei Bremen und bleibt dies bis bis zu seinem Ruhestand 1974. Helmut Buck stirbt 1987 in Achim.

Waldemar Friedrich Wilhelm Adalbert Schumacher , 1948-1954
Pastor Schumacher wurde am 10.7.1897 in Schönberg bei Ratzeburg geboren. Seine Eltern waren der Lehrer Eduard Schumacher und Dorothea, geb. Stein. Nach seinem Abitur 1918 in Lübeck studierte er in Rostock und Berlin und wurde danach Hauslehrer in Lenschow bei Lübz. 1925 wurde er als Pfarr-Verweser von Lübsee ordiniert und am 13.12.1925 eingesetzt. Am 04.12.1925 heiratet Schumacher die aus dem uckermärkischen Blumenhagen stammende Frieda Erna Mathilde Samuel, Tochter des Gutsbesitzers Wilhelm Samuel. 1933 wurde er Schumacher Pastor zu Neu-Kaliß und ab 1939 Pastor zu St. Marien in Friedland. Im Jahr 1948 wurde Schumacher dann Pastor der Insel Poel und blieb dies bis zu seinem Tod 1954. Pastor Schumacher starb am 26.4.1954 in Ludwigslust und wurde in Schönberg begraben.

Hans-Georg Adolf Wilhelm Harry Schmidt, 1954-1980
Geboren wird Hans-Georg Schmidt am 10.04.1912 in Neddemin als Sohn von Friedrich Karl Adolf Schmidt, Pastor zu Neddemin und Martha Hermine Magdalene Sophie Katharine Holldorff. Nach seiner Einschulung 1918 zieht die Familie ein Jahr später nach Ziethen bei Ratzeburg. Hier besucht Schmidt ab 1922 das Landesgymnasium Ratzeburg; die sogenannte Lauenburgische Gelehrtenschule. Nach dem Abitur 1932 beginnt Schmidt sin Theologie-Studium in Tübingen. Nach drei Semestern wechselt er nach Rostock, später nach Basel. Das erste Examen legt Schmidt in Rostock ab und wird 1937 Lehrvikar in Grebbin. Ein Jahr später bekommt er als Vikar die Verwaltung der Pfarre Grebbin übertragen. 1940 wird er ins Artillerie-Regiment ,,48 Güstrow“ einberufen. Sein zweites Examen legt er im Urlaub während des Krieges 1941 ab. 1944 gerät Schmidt in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1949 wieder entlassen wird. Ein Jahr später, 1950 übernimmt er die Pfarre Ballwitz bei Neubrandenburg und wechselt 1953 nach Poel. 1969 wird Schmidt zum Probst gewählt. Hans-Georg Schmidt war bis zu seinem Ruhestand 1980 Pastor der Insel. In seiner freien Zeit beschäftigte er sich intensiv mit der Geschichte der Insel Poel und war auch genealogisch aktiv. So schrieb er eine Gemeinde-Chronik und erstellte für viele Poeler Familien Ahnentafeln. Pastor Schmidt starb am 18.02.1990 und wurde auf dem Friedhof an der Kirche beerdigt. Bis zur Neubesetzung der Pfarrstelle wurde diese durch den Dreveskirchener Pastor Willi Lange betreut.

Otto-Heinrich Glüer, 1981-2000
Als ältestes von fünf Kindern wird Otto-Heinrich Glüer am 19.03.1934 im ostpreußischen Groß Karpowen geboren. Seine Eltern waren der dortige Pastor Dietrich Glüer und die aus Bützow stammende Fürsorgerin Christa, geb. Griewank. 1935 wird der Vater Pastor in Kraplau und die Familie zieht dorthin. Glüer verlebt seine Kindheit bis Kriegsende in Kraplau. Am Ende des Krieges flüchtet Christa Glüer mit ihren inzwischen fünf Kindern zu ihrer Mutter nach Bützow. Der Vater folgte erst 1948 aus britischer Kriegsgefangenschaft und übernahm die freigewordenen Bützower Pfarrstelle. Nach einigen Bützower Schuljahren besucht Glüer ab 1949 die Schweriner Goetheschule I, da man dort Griechisch und Latein lernen konnte. Nach dem Abitur 1953 beginnt Glüer im gleichen Jahr in Rostock sein Theologie-Studium. 1956/57 wechselt er für zwei Semester nach Leipzig. 1958 folgt das erste theologische Examen in Rostock. Dem folgte ein halbes Jahr Prediger-seminar in Blücher/Elbe. Danach schloß sich ein halbjähriges Lehrvikariat an der St. Paulskirche in Schwerin an. Im Oktober 1959 wird Otto-Heinrich Glüer in der Rostocker Heiligen- Geist-Kirche, der damaligen Predigtkirche seines Vaters durch Landessuperintendent Pflugk ordiniert. Es folgte 1960 die Übernahme des Pfarrdienstes in Penzlin und das zweite Examen. Dem folgte die Berufung als Pastor nach Dreveskirchen. Im gleichen Jahr, 1960 heiratet Glüer Karin Schnoor, Tochter von Pastor Werner Schnoor. Das Paar bekommt in den kommenden Jahren vier Kinder. 1966 wird Glüer an die St. Georgenkirche nach Parchim berufen. 1981 folgt dann die Berufung als Pastor nach Poel. Sein Amt übt Pastor Glüer bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2000 aus. Inzwischen konnte Pastor Glüer sein 50jähriges Ordinationsjubiläum feiern.

Dr. Mitchell Scott Grell, 2000-2013

Geboren am 11.07.1958 in Cherokee, Iowa (USA) als Sohn des Farmers Dale Ernst Grell und der Lehrerin Janice Kay Grell, geb. Anfinson, wächst er auf der Farm der Familie zwischen Washta und Holstein, Iowa auf. Nach der Schulzeit und dem High School Abschluss 1976 in Quimby, Iowa besucht er von 1976-1980 das Augustana College in Sioux Falls, South Dakota. Abschluss b.a. in Geschichte, Altphilologie und Deutsch. 1980-1982 erhält er ein Stipendiat der Rotary Foundation und beginnt sein Theologiestudium in Tübingen. Nach dem ersten theologischen Examen 1985 an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen ist Grell von 1985 -1992 Doktorand bei Eberhard Jüngel, in dieser Zeit auch wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Hermeneutik, Stipendiat der Lena-Zimmermann-Stiftung, Fernseh-fachverkäufer bei „Elektro-Meyer“; 1992 promoviert Grell in systematischer Theologie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Es folgt 1992-1994 ein Vikariat in der St. Mariengemeinde in Boizenburg/Elbe. 1994 folgt das 2. Examen in Schwerin. Am 20. August 1994 heiratet Dr. Grell Dörte Morgenroth aus Boizenburg. Das Paar bekommt zwei Kinder. Am 18. September 1994 erfolgt seine Ordination durch Landessuperintendent Horst Blanck (Parchim) in der Kirche zu Benthen bei Lübz. Dem schliesst sich der Pfarrdienst in Benthen/Granzin bis September 2000 an. Am 10. Oktober 2000 erfolgt seine Einführung in den Dienst auf Poel und Übertragung der hiesigen Pfarrstelle. Seit 1999 ist Dr. Grell Mitglied der Mecklenburgischen Landessynode und Vorsitzender des theologischen Ausschusses derselben; 2009-2011 Mitglied der Arbeitsgruppe Theologie und damit an der Entstehung der Verfassung der ev.-luth. Kirche in Norddeutschland beteiligt.

 

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