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Persönlichkeiten

die von Poel stammen oder dort wirkten





Prof. Dr. phil. h.c. Dr. agr. h.c. Hans Lembke (* 28. Mai 1877 in Malchow auf Poel; † 7. März 1966 in Rostock) war Pflanzenzüchter, Gutsbesitzer und Professor für Pflanzenzucht an der Universität Rostock. Er züchtete zuerst frostresistente Ackerpflanzen, Raps und Rübsen sowie Rotklee, verschiedene Gräserarten, Winterweizen, Hafer und Kartoffeln. Ab 1920 spezialisierte er sich auf die Züchtung neuer Kartoffelsorten, die bald wirtschaftliche Bedeutung erlangten. 1925 wurde ihm seine erste Ehrendoktorwürde von der Universität Rostock verliehen. Nach 1945 wurde er zunächst enteignet und dann als Leiter seines ehemaligen Saatzuchtbetriebes eingesetzt. 1946 wurde er zum Professor mit dem Lehrauftrag für Pflanzenzüchtung an die Universität Rostock berufen. 1952 erhielt er den Lehrstuhl für Pflanzenzüchtung, 1958 erfolgte seine Emeritierung. Hans Lembke ist u. a. 1959 der Justus-von-Liebig-Preis verliehen worden.




Dr. h.c. Georg Friedrich Calsow (* 21. November 1857 in Timmendorf auf Poel; † 12. Februar 1931 in Göttingen) war Oberbürgermeister der Stadt Göttingen. Calsow studierte ab 1877 Rechtswissenschaften an den Universitäten Göttingen und Kiel. In Göttingen wurde er Mitglied des Corps Bremensia. 1890 wurde er in Göttingen Senator der Stadt, übernahm 1893 als Nachfolger Georg Merkels die Funktion des Bürgermeisters und erhielt 1903 den Titel eines Oberbürgermeisters. Schwerpunkt seiner Tätigkeit war zunächst die Sanierung des städtischen Haushalts. Während seiner Amtszeit bis 1926 entstanden, neben diversen Wohnungsbauten, wichtige Neubauten der Stadt, wie die des Elektrizitätswerks, des Stadthauses, der Augenklinik, des Städtischen Badehauses, der Feuerwache, der Kinderklinik, der Gewerbeschule und des Städtischen Krankenhauses. Die Medizinische Fakultät der Georg-August-Universität verlieh ihm 1915 die Ehrendoktorwürde. Mit Ausscheiden aus dem Amt des Oberbürgermeisters wurde er Ehrenbürger der Stadt Göttingen. Die Calsowstraße im Ostviertel Göttingens ist nach ihm benannt.




Karl Christian Klasen (* 19. November 1911 in Güstrow, † Königsberg 21. Februar 1945)
Der Maler Karl Christian Theodor Klasen wurde 1911 in Güstrow geboren und am 4. Januar 1912 in der Pfarrkirche zu Güstrow getauft. Seine Eltern waren der vermögende Holzkaufmann Emil Ernst Wilhelm Klasen und seine Frau Maria Dorothea Johanna, geb. Rong. Nachdem die Familie aufgrund der Weltwirtschaftskrise verarmte und Vater Klasen sich daraufhin das Leben nahm, musste Karl Christian noch vor dem Abitur das Gymnasium verlassen und begann 1932 eine Kunsttischlerlehre in Bützow. Sein Förderer war der Zeichenlehrer Friedrich Schult – ein Freund Ernst Barlachs. In den 30er Jahren des 20. Jhdts. kam Klasen nach Poel und schuf hier in den folgenden Jahren eine Vielzahl von Zeichnungen, Aquarellen und Gemälden. Am bekanntesten ist wohl seine Serie von Poeler Fischerköpfen, die in den letzten Kriegstagen in Berlin verbrannten. Klasen starb gegen Kriegsende nach schwerer Verwundung bei der Verteidigung Königsbergs im Alter von nur 34 Jahren. Er hinterließ eine Frau und eine Tochter. Über 400 Werke seiner kurzen Schaffenszeit sind heute bekannt und erhalten. Die im Jahr 2001 gegründete Karl-Christian-Klasen-Gesellschaft e.V. kümmert sich mit viel Engagement darum, auch kommenden Generationen das Werk und Wissen um diesen viel zu jung verstorbenen Maler zu bewahren.

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